Schreib doch mal Deinem Europa-Abgeordneten!

Eben las ich eine E-mail auf einer Mailingliste mit der Aufforderung sich doch an “seinen” Europa-Abgeordneten zu wenden. Mal unabhängig davon, worum es geht: Wer ist “mein” Europa-Abgeordneter?

Es hat eine Weile gedauert das herauszufinden. Für Hessen (da wohne ich) sind es:

Dr. Udo Bullmann, SPD (SPE)

Michael Gahler, CDU (EVP)

Thomas Mann, CDU (EVP)

Hartmut Nassauer, CDU (EVP)

Barbara Weiler, SPD (SPE)

Herausgefunden habe ich es letzlich durch die Seite http://www.mein-mdep.de/

Schockierend wie wenig man sich damit auseinandersetzt…

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Bloß kein Wort zuviel sagen

Ein Erlebnis muß ich noch schnell loswerden. Folgendes ist mir jetzt schon mehrmals passiert: Auf dem Weg zum Geldautomaten kommen mir Leute an der Tür entgegen, grüßen mich nett, manche halten mir sogar noch die Tür auf(!) und wenn ich vor dem Geldautomaten stehe, lese ich “Aus technischen Gründen ist dieser Automat leider außer Betrieb.”

Das mit dem Tür aufhalten ist erst vorgestern passiert. Ich kann mich auch noch daran erinnern am Frankfurter Hauptbahnhof hinter jemandem angestanden zu haben. Vor ihm war gerade jemand schon eine Weile mit dem Automaten beschäftigt. Währenddessen stauen sich bereits drei bis vier weitere Leute hinter mir.

Schließlich wendet sich der Mann am Automaten mit einem unzufriedenen Gesicht und zieht ab. “Wohl kein Geld bekommen”, habe ich mir gedacht. Der Mann vor mir tritt vor zum Schalter, dreht sich nach wenigen Sekunden um und marschiert wortlos an der Warteschlange vorbei.

Ich gehe vor und sehe die Fehlermeldung. Den anderen Leuten zu sagen, dass der Automat defekt ist, hat gar nicht weh getan.

Und wieder einmal Kundendaten verschwunden

Wäre es nicht so haarsträubend, dann würde es langsam langweilig; so regelmäßig hört man davon, dass irgendwelche personenbezogenen Daten einfach so verschwinden: Eine New Yorker Bank verlor vor 3 Monaten

Daten von rund 4,5 Millionen Kunden. Das Band ist nach Berichten amerikanischer Medien vor etwa drei Monaten während eines Transports abhanden gekommen. Es enthält Daten wie Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern; die Daten sollen nicht verschlüsselt sein.

wie Heise berichtet. Wobei das “unverschlüsselt bei solchen Daten eigentlich der Hammer ist.

Schäuble hat "Probleme" damit, dass das Grundgesetz "jeden" schützt

Was man über unseren Innenminister lesen muß nimmt immer merkwürdigere Züge an. So wird er von der Süddeutschen zitiert:

Zunehmende Schwierigkeiten habe er damit, dass ein Terrorist den gleichen Schutz des Grundgesetzes genießen solle wie jeder Bürger.

Und das die Geheimdienste einer gewissen Kontrolle unterstehen hält er auch für wenig hilfreich:

“Parlamentarische Transparenz ist manchmal der falsche Weg” wird er wörtlich zitiert.

Vielen Dank an Kristian Köhntopp, der in seinem Eintrag auch auf folgende Seiten verweist: Alexander Finger und Udo Vetter

Wo soll das noch enden?

GNU/Linux für 52 Millionen brasilianische Schüler

Das brasilianische Bildungsministerium hat den Einsatz von GNU/Linux an allen öffentlichen Schulen beschlossen. Damit werden bis 2009 ca. 52 Millionen Schüler in Brasilien mit Freier Software unterrichtet.

Hier ein Zitat von Golem:

Bis Ende 2008 sollen 29.000 Räume auf Linux umgestellt sein, die von 32 Millionen Schülern genutzt werden. Bis Ende 2009 sollen dann 53.000 Computerräume für gut 52 Millionen Schüler die Linux-Plattform einsetzen

Näheres gibt es aber auch hier:

http://www.linux-community.de/story?storyid=25438
http://www.pro-linux.de/news/2008/12612.html

Nutzloser Raketenschirm

Laut einer Studie, von der unter anderem im Deutschlandfunk berichtet wird, wird der zu installierende Raketenabwehrschirm in Tschechien und Polen weitestgehend nutzlos sein.

Das Radar würde dann nur die äußere Form der Objekte erkennen. Die Situation wäre dann etwa so wie für einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes am Flughafen, der herausfinden, soll ob jemand etwas in seinem Koffer schmuggelt, ohne aber in den Koffer hineinschauen zu dürfen. Das Radar kann einen Ballon mit Sprengkopf nicht von einem leeren Ballon unterscheiden.

Das System müsste eigentlich mindestens fünf Mal so viele Sender-Empfängermodule haben, um wirksam arbeiten zu können. Hinzu kommt, dass das Radar in Tschechien keineswegs neu angeschafft wird, sondern ein Gerät ist, das seit zehn Jahren für Raketenabwehrtests im Pazifik im Betrieb ist.

Es wird der Physiker George Lewis von der Cornell Universität in Ithaca, New York zitiert:

Insbesondere geht es darum, dieses Projekt zu etablieren, bevor ein neuer US-Präsident kommt. Denn wenn erst einmal Fakten geschaffen sind, wird es für einen neuen Präsidenten sehr schwer zu sagen, nein, wir ziehen uns aus diesem Projekt in Europa zurück.

Wer zahlt das eigentlich? Ich hoffe doch, dass dafür keine EU-Gelder fließen…

Brasilien setzt auf Freie Software bei Wahlcomputern

Da man bei Wahlcomputern nicht mal eben die Wahlscheine “nachzählen” kann, bin ich gegen ihre Verwendung. Aber wenn sie schon eingesetzt werden, dann wenigstens so wie es derzeit in Brasilien geplant ist.

Indem die bei TSE entwickelte freie Wahlsoftware auf Linux-Basis öffentlich gemacht wird, will die Behörde sicherstellen, dass keine Manipulation der Wahl möglich wird. Eventuelle Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten sollen so rechtzeitig vor der Wahl gefunden werden. Die Software wird digital signiert, so dass jede Änderung durch Prüfung der Signatur erkennbar wird.

Das ist doch schon mal was.