Weitere lesenswerte Heise-meldungen

Bevor ich schlafen gehe, möchte ich noch auf folgende Meldungen aufmerksam machen (allesamt von Heise.de):

CCC publiziert die Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble

Studie: Microsofts Markenimage im freien Fall

Ärger über Datensammlung der österreichischen Post

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Heise: Vista-Notebook auch geknackt, Ubuntu nicht

Hack Wettbewerb. Nachedem MAC und Windows geknackt wurden, blieb nur der Ubuntu Laptop übrig:

Von den drei zu hackenden Laptops war als erstes das MacBook Air mit Mac OS X 10.5.2 den Knackversuchen der Teilnehmer des “PWN to OWN”-Wettbewerbs auf der CanSecWest zum Opfer gefallen. Nun hat es auch den Laptop mit Windows Vista SP1 erwischt.

Damit blieb lediglich das Sony-Vayo-Notebook mit Ubuntu 7.10 bis zum Ende des Wettbewerbs ungehackt.

Riechen kann man lernen

zum beispiel mit Elektroschocks konnten Forscher Menschen beibringen sehr ähnliche Gerüche zu unterscheiden, die sie vorher als identisch klassifiziert hatten.

“Viele solcher Spiegelisomere sind vom Geruch her nicht voneinander zu unterscheiden. Selbst Ratten können das oft nicht. Auch unsere Versuchspersonen haben die beiden Varianten des Rosenoxids zunächst nicht auseinanderhalten können. Dann haben wir angefangen, ihnen bei einem der beiden Spiegelisomere immer einen leichten Elektroschock zu geben. Wir wollten wissen, ob ihnen das hilft, dieses Spiegelisomer von seinem Gegenstück zu unterscheiden.”

Und das ganze hat offenbar evolutionäre Gründe:

Im Laufe der Evolution war diese Lernfähigkeit sehr wichtig für das menschliche Überleben. Wir müssen etwas, dass schlecht ist für uns, sehr schnell wahrnehmen und von anderen Reizen in der Umgebung unterscheiden können

Ein sehr interessanter Artikel auf “Forschung Aktuell” vom Deutschlandfunk.

Außenministerium wurde zum DFD ausgezeichnet

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) haben am heutigen Document Freedom Day das Außenministerium für seinen Einsatz für offene Standards ausgezeichnet.

Dies ist sogar bereits auf den Seiten des Auswertigen Amtes zu lesen.

Die Auszeichnung für Steinmeier und das Auswärtige Amt erinnert daran, wie wichtig die freie Verfügbarkeit von Wissen für die Entwicklung einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft ist.

Auch auf Heise.de gibt es einen kurzen Artikel, in dem es heißt:

Das Auswärtige Amt hat sich im Herbst mit der ersten internationalen Anwenderkonferenz für das von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) standardisierte ODF stark gemacht, dem Microsoft mit der eigenen Spezifikation Office Open XML (OOXML) einen zweiten internationalen Dokumentenstandard dazugestellt wissen will. Steinmeiers Haus gilt zudem innerhalb der anderen Ressorts der Bundesregierung generell als führend beim Einsatz freier Software. Momentan werden dort nach den Laptops auch die Arbeitsplatzrechner auf Linux und OpenOffice umgestellt.

Welche Aktionen sonst noch an über 200 Orten der Welt stattfanden kann man auf den Seiten des DFDs nachlesen.

Münchens Bürgermeister für ODF

Wie Pro-Linux berichtete, setzt sich Münchens Bürgermeister Christian Ude für eine Ablehnung des OOXML-Formates durch das Deutsche Institut für Normung (DIN). Er schickte einen öffentlichen Brief an den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos.

Darin schreibt er unter anderem:

1. Der Wettbewerb wird durch konkurrierende Standards geschwächt.
2. Das Projekt der Landeshauptstadt München, zunehmend freie Software einzusetzen, wird beeinträchtigt.
3. Die Interoperabilität und die Kommunikation zwischen Behörden untereinander und Behörden und Bürger wird wesentlich erschwert

Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich in solchen Situationen immer der wirtschaftlich Stärkere durchsetzt.
Ein zweiter Standard zum Dokumentenaustausch bewirkt deshalb keinen erhöhten Wettbewerb, sondern wirkt diesem erwünschten Effekt sogar entgegen.

Großes Lob an Christian Ude, auch wenn das DIN wohl auf diesem Ohr taub ist.

In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf den Document Freedom Day am 26. März hingewiesen.

Weiter Missbrauch von Anti-Terror-Befugnissen

Auch wenn die Befugnisse der Ermittler schon sehr weit gehen und die Nützlichkeit dieser Befugnisse nicht erwiesen ist, so werden die Auflagen an die sie geknüpft sind oft verletzt, wie ein Heise-Artikel berichtet. Ein paar Auszüge:

Zwischen 2003 und 2006 hat das FBI demnach 200.000 dieser Briefe zur Abfrage von Verbindungsdaten und anderer persönlicher Nutzerinformationen an telekommunikationsfirmen sowie weitere private Institutionen wie Banken verschickt.
In hunderten Fällen haben die Ermittler dabei dem Report nach gegen die gesetzlichen Auflagen oder interne Richtlinien verstoßen. So sollen die Agenten etwa mehr Daten als zulässig angesammelt oder auf Auskünfte auch ohne richtige Vollmacht bestanden haben.

Elfmal sollen die Polizisten zudem mit einem einzigen pauschalen Blanko-Ersuchen Tausende Verbindungsdaten im Bereich Telefonie und Internet auf einen Streich abgefragt haben, obwohl dafür eigentlich separate Anordnungen nötig gewesen wären.

Mit den Pauschalbegehren wollte die Behörde dem “Whistleblower” zufolge die bereits im Vorjahr aufgedeckten Missbrauchsfälle kaschieren, in denen unter Ermittler unter Berufung auf angebliche Gefahren für hochrangige Rechtsgüter fälschlicherweise Eilanordnungen an Provider gesandt hatten.
Damals hatte das FBI dem Zeitungsbericht nach versprochen, ausführliche Begründungen für die Ausnahmebefugnisse im Einzelfall nachzuliefern. Stattdessen seien die unter Argumentationsdruck stehenden Ermittler auf die Idee gekommen, die pauschalen National Security Letters zu verschicken.

Fehlt nur noch, dass die unrechtmäßig zusammengeklaubten Daten auf eine DVD gebrannt, mit der Post verschickt und wie in England verloren gehen