Bomben auf Frankfurt

Heute führte ich ein kurzes Gespräch mit einem wohl 72jährigen Mann in
der U-bahn. Als die U-bahn noch oberirdisch fuhr offenbahrte er mir,
dass er als Frankfurter die Viertel immer aus seiner eigenen “anderen”
Perspektive betrachte. Er sei nicht aus der Gegend in der wir gerade
unterwegs waren und achte immer auf die Fenster um zu sehen ob
dieses oder jenes Haus den Krieg überstanden hatte oder neu gebaut
wurde. Danach könne er dann abschätzen wie stark dieses Viertel
getroffen war. Er selbst habe am Tag des schlimmsten Angriffes (am 22.
März 1944) mit seiner Familie im Gallus gewohnt. Insgesammt 4 Angriffe
mußte er miterleben. Das Gallus war damals Industriezentrum und
dadurch Hauptziel der Allierten. Als Industriezentrum war es aber auch
zugleich Arbeiterviertel. Ich überlegte kurz wo ich bisher die höchste
Konzentration an erhaltenen alten Häusern gesehen hatte und mir ist das
Westend und Bornheim eingefallen. Der Mann bestätigte das und erwähnte
noch Sachsenhausen. “Ja ja, wenn man kein Geld hat ist man immer im
Nachteil. Selbst bei so etwas!” hat er dann halb lachend gesagt.

Wie wahr, wenn man sich mal überlegt wo heute die Kriege stattfinden
und wer die Leittragenden sind. Dann hat er noch ein paar Details von
den Angriffen erzählt, dass die Engländer immer nachts mit ihren
viermotorigen Bombern kamen, wobei die Deutschen nur zwei Triebwerke
hatten, die viel weniger Bomben transportieren konnten. (Ich hab mich
gefragt, was dass für einen Unterschied für die Getroffenen macht,
aber nichts dazu gesagt) und die Amis immer tagsüber, wie das
Nachbarhaus getroffen wurde, dass einen Weinkeller als Schutzbunker
hatte und getroffen wurde. Die Fässer sind geplatzt und einige sind im
Wein ertrunken. Wie sie mit nassen Decken (Kolter) durch die
brennenden Straßen gelaufen sind, wie er einen Mann mit fast
abgerissenem Bein über die Straße gezogen hat… Bei letzterem hat er
gestockt und einen Moment nachdenklich geschwiegen. Dann ist ihm
aufgefallen, dass er seine Station verpasst hat und ist aufgesprungen
um auszusteigen.

Sehr interessantes Gespräch. Ich sollte mich öfter in der U-bahn
unterhalten.

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Packerlehrgang absolviert.

Hallo,
am letzten Wochenende habe ich endlich gelernt wie ich meinen Rettungsschirm selber packen kann!

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So (oder so ähnlich ;)) kommt er dann in den Kontainer.

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Wenn man die Hilfschnüre so rauszieht, schont man die Ösen.

new-2006-11-27-cimg2870Und auf der Heimfahrt gab es einen tollen Himmel zu sehen.

Jetzt muß ich nur noch in Übung bleiben…

Es geht auch mobil

test nummer 7
von schwoggel @ Dienstag, Nov. 14, 2006 – 16:02:25

Ich hoffe nur, dass die ganzen Tests nicht alle auf einmal da
ankommen…

Und genauso war es… Mobil geht es also. Man muß nur einen Tag Geduld haben. So gegen 16 Uhr wird es dann gepostet. Bei der Gelegenheit konnte ich wenigstens mal sehen, wie man Einträge löscht. Dann kann es ja bald losgehen.